Freitag, 17. April 2009

SparBuch Kapitel 1 - Teil 2

Außerdem sind aus dieser Zeit einige Rezepte geblieben, die günstig und einfach, aber trotzdem
wohlschmeckend sind. Zu meiner Freude habe ich gesehen, dass im Handel wieder vermehrt Kochbücher mit entsprechenden Rezepten erhältlich sind, z.B. Tante Linas Kochbuch. Auch der Trick mit der Zitrone stammt aus dieser Zeit:
wenn ich nur ein paar Tropfen Zitronensaft beim kochen oder backen brauche, steche ich die Zitrone mit einem Zahnstocher an. So hält sich die Frucht noch eine Woche und ich kann gezielt dosieren. Den Sud von eingelegten Gurken verwende ich für Salatdressing: einfach etwas von dem Sud zum abschmecken zu der normalen Essig/Öl Soße geben. Schmeckt sehr delikat und sie sparen das würzen. Sie können den Sud auch verwenden, um Tomaten darin einzulegen: Tomaten schälen, mit dem Sud kurz aufkochen und in Schraubglas füllen, nachdem es etwas abgekühlt ist. Ebenfalls wichtig beim Kochen ist die Dosierung der Energie. Schalten Sie die Herdplatte ruhig etwas eher ab, die Restenergie reicht aus, um die Mahlzeit zu garen. Dies gilt insbesondere fürs Kartoffeln, Nudeln und Eier kochen, da muss der Herd nicht bis zum Ende auf der höchsten Stufe stehen. Allgemein bekannt bei der älteren Generation ist es noch, dass man um Spülwasser zu erwärmen, den Topf mit Wasser auf den Herd stellt und so die Restwärme nutzt, die geht auch im Backofen. Überlegen Sie in diesem Zusammenhang auch, ob sich eventuell ein Neukauf von Pfannen und Töpfen lohnt, die Wärme länger speichern. Dass man den passenden Topf auf der richtigen Platte nutzt, versteht sich eigentlich von selbst und sei hier nur noch einmal zur Vervollständigung erwähnt. Einigen Lesern vielleicht noch nicht bekannt ist der Tipp einer älteren Dame, die mir erzählte, dass früher mit dem Sonntagsbraten immer ein Topf mit Wasser in die Bratröhre kam. Der Braten trocknet so nicht aus und das Spülwasser haben sie auch schon heiß.(siehe oben)

Manche Dinge bekommt man sogar ganz umsonst. Nehmen Sie ruhig beim nächsten Besuch im Restaurant den abgepackten Zucker mit und füllen ihn zu Hause in Ihre Zuckerdose. Die Milch können Sie prima mit ins Büro oder auf Ausflüge mitnehmen. Shampoo- oder Waschmittelproben sammle ich und fülle sie in leere Plastikflaschen, mit Wasser aufgefüllt, habe ich die nächste Wäsche sogar fast umsonst. Auch Streichhölzer liegen oftmals als Werbegeschenk aus, dies erspart Ihnen Feuerzeuge bzw. Gas oder Benzin zum Nachfüllen. Im Flugzeug gibt es Salz, Pfeffer und Plastikbesteck, dass Sie auch im Urlaub nutzen können, z.B. für den Joghurt am Strand. Das spart auf Dauer jede Menge Geld, heißt aber nicht, dass Sie sich z.B. am Arbeitsplatz oder in Hotels auf Kosten anderer bereichern sollen. Hier sollte ganz klar getrennt werden zwischen Diebstahl und Sparsamkeit.
Das Wasser zum Blumen gießen bekommen Sie umsonst, sammeln Sie einfach das Wasser vom Eierkocher, der Wärmflasche usw. in der Gießkanne. Die Pflanzen merken den Unterschied nicht und ihre Wasserrechnung fällt garantiert niedriger aus. Wer noch mehr Wasser benötigt, sollte beim Duschen einen Eimer mitnehmen, dieser füllt sich mit Wasser, dass sonst in den Abfluss wandern würde fast von allein.
Auch den Entkalker für die Kaffeemaschine können Sie sich sparen, wenn man in den Wassertank ein Stück Marmor legt. Diesen erhält man kostenlos beim Steinmetz. So hat man den Kauf ganz gespart. Überhaupt das Einkaufen, hierbei lässt sich noch das meiste Geld sparen durch Dinge die man nicht oder noch nicht kaufen muss. Hierzu einige Beispiele, die Sie zu weiteren Ideen anregen sollen. Probieren Sie einfach alles aus und erfinden Sie Neues.
Batterien, die leer scheinen, tun in Geräten mit weniger Verbrauch oft noch eine Zeitlang ihren Dienst. Regenschirme werden wieder dicht, wenn man sie trocken aufspannt und mit Haarspray einsprüht.
Auf der Rückseite von Kassenbons können Sie Ihre Einkaufszettel schreiben. Wenn Sie in bestimmten Geschäften immer die gleichen Artikel kaufen, können Sie sich das Zettel schreiben ganz sparen. Nehmen Sie einfach der letzten Kassenbon zur Hilfe. Auf den meisten Bons sind die Produktnamen aufgeführt, gegebenenfalls können Sie etwas streichen oder dazuschreiben. So können sie zusätzlich auch noch die Preise direkt vergleichen.
Kugelschreiberminen in heißes Wasser getaucht, schreiben wie von Geisterhand wieder eine ganze Weile.
Kerzen lassen sich gerade biegen, wenn man sie kurz in heißes Wasser gibt und dann mit dem Nudelholz auf einer glatten Oberfläche rollt. So können Sie krumme Kerzen reduziert kaufen. Kerzen, die tropfen, legt man in heißes Salzwasser und lässt sie solange darin, bis das Wasser kalt ist.
Um die Brenndauer von Kerzen zu erhöhen, legt man sie einfach ins Gefrierfach, bis man sie benötigt.
Kerzenstummel werden gesammelt, geschmolzen und mit einem neuen Docht in ein Glas
gegossen. Schon haben Sie eine neues Windlicht. In einigen Bastelläden bekommen Sie Farbpigmente, mit denen man den Wachs einfärben kann. So erhalten Sie Kerzen wie neu.
Teeflecken auf Porzellan lassen sich entfernen, indem man einen Lappen erst in Obstessig, dann in Salz tupft und dann das Porzellan damit poliert.
Ölfarbe, die dickflüssig geworden ist, lässt sich mit ein paar Tropfen Speiseöl wieder mühelos verstreichen.
Weiße Tischwäsche kann man über Nacht in Salzwasser einlegen, so spart man teueres Wäscheweiß.
Weinreste von einer Feier kann man bunt gemischt zu Weinessig verarbeiten: 400 ml Weinreste und 100 ml Essigessenz und eventuell einige Kräuter in einer schönen Flasche ca. 4 Wochen in einer dunklen Ecke ziehen lassen ergeben einen guten Weinessig.
Besen, bei denen die Borsten umgeknickt sind brauchen Sie nicht mehr wegwerfen. Frisieren Sie diese einfach über Wasserdampf neu.
Wärmflaschen, die undicht sind, finden Verwendung bei der Gartenarbeit. Gefüllt mit Wollresten oder Schaumstoff geben sie prima Knieschoner ab.
Brillenputztücher, die man in der Apotheke geschenkt bekommt, kann man nach dem Brille putzen noch zum putzen von Glasdingen oder zum reinigen von Bilderrahmenglas nutzen.
Staubtücher können Sie sich sparen. Benutzen Sie statt dessen einen kaputten Nylonstrumpf. Dieser wirkt antistatisch und zieht den Staub an. Zum Staub putzen eignen sich auch alte T-Shirts oder Unterhemden, die Sie zu einen Lappen schneiden können.
Wenn an Ihren Handtüchern die Aufhänger kaputt gehen, erneuern Sie diese durch die Innenschlaufen von Kleidungsstücken oder benutzen Sie bereits gebrauchtes Gummiband, dass schon ausgeleiert ist und bringen Sie mehrere Schlaufen an verschiedenen Handtuchseiten an. Das hält ewig.
Leere Innenteile von Überraschungseiern oder leere Filmdosen ergeben Aufbewahrungsbehälter für Kleinteile wie Schrauben, Nägel usw. oder prima Gefrierbehälter für Kräuter. Hierbei haben Sie noch den Vorteil, dass Sie kleine Portionen einfrieren können.
Getrocknete Apfelsinenschalen in einer Papiertüte helfen im Kleiderschrank gegen Motten ebenso wie Zedernholzklötzchen und Lavendel ( diesen können Sie vielleicht sogar im Garten oder auf dem Balkon selber anpflanzen).
Selten getragene Kleidung sollten Sie zuerst in Seidenpapier und dann in Zeitungspapier
einwickeln. Die Druckerschwärze vertreibt Motten und das Seidenpapier verhindert, dass die Kleidung die Druckerschwärze annimmt .Haben Sie trotz aller Vorsicht doch mal Motten im Haus, muss der Kleiderschrank gründlich gereinigt werden und die Wäsche entweder bei 60 Grad gewaschen, oder, wo dies nicht möglich ist, für ca. 4 Tage eingefroren werden......

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