Mittwoch, 29. April 2009

SparBuch Kapitel 3 - Teil 2 -

Für Fingerfarbe gibt es ein vergleichbar einfaches Rezept:
4 EL Mehl mit ca. 100 ml Wasser vermengen, bis die richtige Konsistenz erreicht ist, mit Lebensmittelfarbe einfärben und in Schraubgläsern im Kühlschrank lagern, hält bis zu 2 Wochen und geht leicht von den Fensterscheiben ab.
Salzteig ist bei Kindern auch sehr beliebt, hierfür mischt man Mehl:Salz im Verhältnis 2:1 und gibt Wasser hinzu, bis die Masse gut knet- und formbar ist.
Auch Spiele kann man selber basteln. Spielbretter kann man aus Holz oder Pappe basteln und die Spielfiguren kann man aus Dingen herstellen, die man selber suchen
kann, z.B. Steine, Muscheln, Korken. Anleitungen hierzu werden Sie in den örtlichen Büchereien in allerlei Bastelbüchern finden.. Dort können Sie sich diese kopieren und mit anderen Interessierten tauschen.
Die klassischen Spiele wie „Mensch ärger Dich nicht“ oder „Memory“ eignen sich besonders gut
zum Nachbasteln, da fast jeder sie kennt. Probieren Sie mal Memory im Dunkeln: hierfür werden je 2 Pappdeckel mit zwei gleichen Dingen beklebt ( z.B. Kronkorken, Schnüre, Knöpfe usw.), dann werden dem Mitspieler die Augen verbunden und die Karten müssen ertastet werden, wer am schnellsten ein Paar hat, hat gewonnen.
Wenn ihr Kind gerne Märchenkassetten hört, besprechen sie die Bänder selber, dem Kind macht das mit Sicherheit noch viel mehr Spaß, auch ein tolles Geschenk, mit verteilten Rollen zu lesen und die Kassette der Freundin oder dem Patenkind zu schenken. So fördern Sie bei ihrem Kind auch das lesen.
Mit Pappkartons oder Papprollen können Kinder auch viel anfangen. Beobachten Sie ihr Kind einmal beim Spielen und Sie werden feststellen, wie viel Phantasie und Kreativität in ihm steckt. Fördern Sie dies, in dem Sie viel basteln. So stellen Sie selber billiges Spielzeug her und das Kind ist auch daran beteiligt.
Bei Kindern bis zu einem gewissen Alter ist das Verkleiden sehr beliebt, heben Sie also immer ein paar Kleidungsstücke, Kostüme, Hüte usw. auf. Dies ist eine gute Beschäftigung bei Regenwetter.

Auch wenn die Kinder zur Schule gehen, kann man einiges sparen. Kaufen Sie Schreibwaren immer zu Beginn eines Schuljahres in Großpackungen. Hier finden in fast allen Kaufhäusern Sonderaktionen statt.
Erkundigen Sie sich nach gebrauchten Schulbüchern oder Sportgeräten, meist sind die Sachen noch in einem guten Zustand und werden preiswert abgegeben. Nutzen Sie auch hier die örtlichen Kleinanzeigen oder Pinnwände in Schulen und Kindergärten.
In der Freizeit kann man sich an die Spiele von früher erinnern, z.B. Verstecken, Räuber und Gendarm Gummitwist , Seilchen springen oder ähnliches. Die meisten Kinder sind mit
Begeisterung dabei, ihnen fehlte bisher nur das Wissen.
In vielen Büchereien kann man auch Gesellschaftsspiele leihen. So sparen Sie manche Neuanschaffung oder haben eine Vorlage, um diese Spiele nachzubasteln.
Wenn die Kinder einem Verein beitreten möchten, vereinbaren Sie erst einmal Probestunden, um herauszufinden, ob es ihrem Kind wirklich Spaß macht oder ob es nur gerade eine Modewelle ist. Der gute, alte Sportverein ist hier meist billiger als zeitbegrenzte Kurse. Wenn Ihr Kind dann einem Verein angehört, ist meist auch Initiative von Eltern beim Arrangieren von Festen gefragt. Wenden Sie sich z.B. für eine Tombola an große Firmen. Diese haben meist
einige Werbeartikel, die sie gerne zur Verfügung stellen oder stellen Sportartikel zur Verfügung für ein Sportfest.
Wenn die Kinder älter werden, ist meist der PC eine beliebte Freizeitgestaltung. Nutzen Sie auch hier die Möglichkeiten und kaufen Sie die Sachen gebraucht.
Achten Sie bei Spielen darauf, nicht sofort bei Erscheinen zu kaufen, warten Sie einige Zeit ab, meist werden die Dinge dann billiger. Im Internet gibt es Spiele zum kostenlosen Download. Sorgen Sie mit anderen Eltern dafür, dass Spiele verliehen werden.
Auch für die Hausaufgaben oder das Studium bietet das Internet jede Menge Wissen und spart so die Anschaffung von teuerer Fachliteratur .
Wenn Sie einen Sohn haben erörtern Sie das Thema Bundeswehr, hier gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten und auch den Führerschein umsonst.
Generell gilt aber vor allem: erziehen Sie ihr Kind zur Sparsamkeit.
Vereinbaren Sie bei der Taschengeldgabe, einen Teil zu sparen. So lernt ihr Kind von Anfang an, wenn es etwas bestimmtes möchte, kann es dies durch richtigen Umgang mit Geld auch bekommen. Leben Sie ihrem Kind vor, dass man Dinge pfleglich behandeln sollte, damit sie lange zu gebrauchen sind. Übernehmen sie Verantwortung und nehmen Sie sich Zeit und erklären die Dinge. Geld kommt eben nicht einfach so aus dem Automaten. Wenn ihr Kind dies begreift, wird es von ganz alleine ein normales Verhältnis zum Geld entwickeln und vielleicht sogar den Markenwahn lächerlich finden.
Lassen Sie ihrer eigenen Phantasie freien Lauf und Sie werden sehen, wie viel mehr Spaß die Freizeit mit ihrem Kind macht.

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