Donnerstag, 11. März 2010

"Männerhort" im Stratmanns Theater







Gestern abend war ich mit meinem Mann im Stratmanns Theater in Essen. Nachdem wir uns dort schon Caveman und Cavewoman angesehen hatten, war es diesmal "Männerhort:
MÄNNERHORT- eine packend schwarze Komödie
Es ist Samstagnachmittag, eigentlich die beste Zeit der Woche, wäre da nicht die Ehefrau, die ausgerechnet zur besten Fußballübertragungszeit shoppen gehen will. Ein typischer Männer-Alptraum eben, der auch für Helmut, Eroll und Lars jeden Samstag zur bitteren Realität wird . Die Drei haben keine Wahl, entweder Sie gehen mit oder Ihr Leben wird auf nicht absehbare Zeit zur Beziehungs-Hölle (bestehend aus Endlosdiskussionen, Liebesentzug, Vorwurfskaskaden und sexueller Abstinenz) Sie suchen einen Ausweg aus dieser Zwickmühle und finden nur eine Lösung: die Flucht! Sie tun sich zusammen, denn gemeinsam fühlen sie sich stark. Zuflucht finden sie in einem alten, in Vergessenheit geratenen Heizungskeller - ausgerechnet im Einkaufscenter. Es wird ihr geheimer Rückzugsort, ihr „Männer-Hort“. Jeden Samstag flüchten sie unter fadenscheinigen Gründen in ihr aus Fußball, Pizza, Dosenbier und Zigarettenbestehendes „Männerparadies“. Die Ruhe wird jedoch eines Tages empfindlich gestört: der Brandschutzexperte Mario entdeckt ihr Versteck und droht den Männerkeller aus Sicherheitsgründen dicht zu machen. Nur gut, dass sich auch Mario als "Frauen-Shopping-Geschädigter" entpuppt und sich nach anfänglichem Zieren in die Herrenrunde integrieren lässt. Von nun an redet sich das Quartett seinen Männerfrust (Frauenfrust) von der Seele: Beziehungskisten werden entrümpelt, Frauenverhalten enträtselt, Ehe-Flucht-Pläne geschmiedet, Versöhnungsrückfälle attackiert, Frauenversteher-Anwandlungen unterbunden und Seitensprünge gebeichtet. In Ihren „Kellergesprächen“ entlarven sich die vier Akteure mit bissigen Pointen und wunderbarer Komik als Opfer ihrer Männlichkeit. Es ist ein Ort, an dem sie sich den Frust über den Einkaufstick ihrer Frauen von der Seele reden:"Und immer, wenn du denkst, du hast es geschafft, ist ein Schuhgeschäft in der Nähe."
Das Stück war lustig und unterhaltsam, nicht so bedingungslos gut wie Caveman, aber ich habe auch schon weniger gelacht und deutlich schlechteres gesehen. Alles in allem haben wir einen angenehmen und entspanneden Abend verbracht und sind gut gelaunt nach hause gefahren.
Was will man mehr? Uns hat es gefallen

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