Samstag, 19. April 2014

Konsumieren zu jedem Anlass?

Als ich heute früh meine Tageszeitung gelesen habe, sind mir zwei Artikel ins Auge gefallen. Da titelt die Zeitung doch tatsächlich: Ostern: ein zweites Weihnachten? und zwei Seiten weiter: Wie schenke ich richtig zur Konfirmation? In beiden Artikeln geht es weniger ums Fest und die Bedeutung, als um die Tatsache, dass Konsum und Geld ausgeben heute doch dazu gehört. Irgendwie mag das ja richtig sein, aber in dem Ausmaß? Welche Werte werden denn da an die Kinder vermittelt? Ich denke (und das hier ist nur meine Meinung, ich will niemanden belehren), das ist ein Punkt, der sich zu überlegen lohnt. Mich erinnert das jedenfalls an: Haste was - biste was! und das mag ich  nicht mittragen. Auch einer der Gründe, weshalb ich mich für die Konsumruhe entschieden habe war, das mir die aggressive Werbung vor bestimmten Feiertagen sehr auf die Nerven gegangen ist und ich mich in den Läden sehr unwohl gefühlt habe. Definiert sich die Gesellschaft nur über das, was sie hat? Wäre es nicht besser, sich über das zu definieren, was man ist?

Kommentare:

widerstandistzweckmaessig hat gesagt…

Hallo Uta!

Ich erinnere mich sehr gut an viele Diskussionen mit meinem Kindern über was sie unbedingt "brauchen" und warum ich nicht bereit bin, das zu unterstützen. Immer wieder diese Vergleiche mit anderen! Ich habe es immer sehr gehasst.

Leider ist das unter Kindern sehr verbreitet und es ist eine Sache von "dazu gehören" oder "Außenseiter sein".

Ich finde das ganz schrecklich!

lg
Maria

Muschelmaus hat gesagt…

Na, wenn dann noch drüber gesprochen wird, kann man ja Werte vermitteln, aber einfach kaufen? Das geht irgendwie in meinen Augen gar nicht