Donnerstag, 9. Februar 2017

Konsumruhe - es verändert sich

Es wird einmal wieder Zeit für einen Zwischenbericht. Ich versuche ja immer noch, so wenig wie möglich zu kaufen und wenn ich etwas anschaffen muss, dann versuche ich, es gebraucht zu bekommen. Das funktioniert in den meisten Fällen mittlerweile ganz gut. Auch weil ich Plattformen wie nebenan(punkt)de nutze und mich auch öfter mal traue, Menschen zu fragen, ob jemand zufällig xy hat und es nicht mehr nutzt. Auch leihe ich mehr und verleihe auch.
Ich merke aber auch, dass es Dinge gibt, bei denen ich mich echt schwer tue. Bücher sind da nach wie vor ein Thema. Ich kaufe sie zwar fast nur noch gebraucht und einige verkaufe ich auch wieder, aber leihen geht da fast gar nicht. In den Büchereien gibt es für aktuelle Bücher sehr lange Wartezeiten und ich bin nun mal ein Bücherwurm. Ich lese viel und gern und habe da oft keine Lust, auf ein aktuelles Buch ewig zu warten. Auch die e-reader sind für mich keine richtige Alternative geworden. Im Urlaub ist das okay, weil ich so einiges an Gewicht sparen kann, aber daheim? Neee, da mag ich lieber ein richtiges Buch. Aber mit gebraucht kaufen und auch weiter verkaufen komme ich ganz gut klar.
Ein weiteres Thema sind die Materialien für´s Hobby. Da ist auch noch Handlungsbedarf. Stoffe, Wolle und Co haben immer noch einen gewissen Suchtfaktor bei mir, aber es wird besser. Mittlerweile schaffe ich es, auch mal ohne Wolle aus dem Laden zu gehen, weil ich weiß, dass daheim genug Knäuel darauf warten, verstrickt zu werden.
Müll und Plastik vermeiden ist auch immer noch ein Thema und bleibt es bestimmt auch noch lange. Das ist für mich fast das schwierigste, da finde ich oft keine gescheiten Alternativen. Aber auch hier wird es besser, man braucht manchmal einfach nur Ausdauer.
Und bei euch? Habt ihr Tipps oder Ideen? Ich freu mich

Kommentare:

Frau nima hat gesagt…

Das mit den Büchern geht mir genauso - wir haben allerdings bei uns im Wohnhaus ein Tauschfenster wo ich meine ausgelesenen Bücher hingebe. So find ich das wieder voll und ganz okay :-)

Plastik ist auch hier immer ein Thema - ich finde es in der Stadt immer noch schwierig, Dinge unverpackt zu bekommen - es gibt zwar mittlerweile sogenannte "Unverpackt-Läden" aber die sind nicht gerade um die Ecke ...

Ich finde deine Posts zu dem Thema immer wieder spannend - vielen Dank dafür!

Alles Liebe nima

Claudia hat gesagt…

Ich finde es gut, wenn man einen Anfang macht. Jeder kleine Schritt, ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Bei mir klappt das mit der Bücherei ganz gut.
Meinen Shop habe ich eigentlich eröffnet um Stoffe und Wolle abzubauen. Das ist leider nach hinten losgegangen und ich habe jetzt noch mehr Material als vorher... :-O
LG Claudia
Ich bin übrigens mit Makerist im Kontakt. :-)

TAC hat gesagt…

Was die Wolle betrifft, da hilft bei mir am besten, um die entsprechenden Läden einen Bogen zu machen *g* Außerdem will ich mein Ziel "alle Wollvorräte in einer Schublade" irgendwann erreichen, derzeit hab ich noch 4 Kisten/Körbe mehr. Da arbeite ich dran.
Bücher und Bastelmaterial sind hier auch so ein Thema... weil, "Das wird nicht schlecht"... Töchterchen hat zu Weihnachten einen Kindle bekommen, dazu leiht sie sich in der Schule Bücher aus. Trotzdem ziehen hier ständig neue Bücher ein. Bei mir sinds inzwischen aber nur noch wenige, weil ich nicht mehr so viel lese.
Angeregt durch deinen Blog und auch andere hab ich inzwischen ganz viele einfache Leinenbeutel da, die wir zum Einkaufen nutzen. Es sind inzwischen so viele, dass die regelmäßig mit gewaschen werden können und es immer noch genug zum Einkaufen gibt.
Es geht zwar nur in kleinen Schritten voran, aber immerhin. Auch viele kleine Schritte können irgendwann Großes bewirken.
LG von TAC

Muschelmaus hat gesagt…

@Nima Ja, Plastik ist schwierig. Da ist es dann oft eine Überlegung, ob ich den Weg fahre oder doch mit Verpackung kaufe.

@Claudia Dann drücke ich mal die Daumen

@TAC Ja, es beginnt jeder Weg mit dem ersten Schritt, mal sehen, wo es hingeht. Sehr spannend :-)

Birgit Olann hat gesagt…

Die Kunststoffverpackungen, insbesondere bei Lebensmitteln, sind wirklich furchtbar, da stimme ich dir ganz zu. Und ich stehe auch immer wieder fassungslos vor den Regalen (zum Markt schaffe ich es halt auch nicht regelmäßig). Was haben Bio-Bananen in einer Plastikhülle zu suchen und wer braucht jetzt Bio-Gurken....in gleicher Verpackung!?! Da steht dort dann auch letztlich nur der Profit der Zwischenhändler im Vordergrund. Saisonal, möglichst regional einkaufen und immer wieder sich dran geben und selber konservieren und vor allem den Speiseplan, gerade im Winter, an entsprechende Lebensmittel mit wirklich tollen Rezepten füllen.
Das (Fach-)Bücher-Problem kann ich wohl nachvollziehen, bei unterhaltsamer Literatur kann ich zum Glück viele Bücher einer Freundin lesen (ihr Mann ist Buchhändler).
So bleiben wir dran, aber immerhin jeder Schritt zählt.
Dir ganz herzliche Grüße und mach´s gut, Birgit